Radiologietechnologie

Beauftragte

Die Beauftragung ergibt sich durch den Nachweis einer Fortbildung in dem jeweils tätigen Bereich und bedarf zum Teil der Anerkennung durch die zuständige Behörde und die eventuelle Eintragung in ein Register.

Beauftragte werden im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses oder als externe Arbeitskräfte tätig. Sie übernehmen wichtige  Expertenfunktionen für den Arbeitgeber, mit Patientenfokus ausserhalb des Routinebetriebes. Diese Aufgaben übernehmen Beauftragte für eine definierte Zeit oder dauerhaft im Rahmen deren Bestellung und oder per Dekret.

Strahlenschutzbeauftragte

Radiologietechnologen/innen sind gemäß ihrer Ausbildung berechtigt Strahlenschutzbeauftragte zu sein (AllgStrSchV BGBl. II Nr. 191/2006 § 41. (1).

Weiters ist jede/r Radiologietechnologe/in, die allein tätig ist (z.B. im Rahmen des Nachtdienstes) eine weitere mit der Wahrnehmung des Strahlenschutzes betraute Person (gem. Strahlenschutzverordnung) und somit zur Fortbildung verpflichtet.

Beim Betrieb der Anlagen muss immer ein Strahlenschutzbeauftragter, bzw. eine weitere betraute Personen (Stellvertretung) anwesend sein (Urlaubs- und Krankenstandssituationen) beachten. Dies bedeutet auch laufende Fortbildung für alle beschäftigten RadiologietechnologInnen, damit die Anforderungen der Strahlenschutzverordnung auch in Situationen, wie Nachtdienst, Urlaubszeit, usw. erfüllt werden.

Aufgaben und Pflichten von Strahlenschutzbeauftragten

  • Der/die Strahlenschutzbeauftragte hat die Aufgaben zu erfüllen, die ihm/ihr vom Bewilligungsinhaber (schriftlich) gem. §15 Abs.2 (Allgemeine Strahlenschutzverordnung) übertragen worden sind.
  • Der Bewilligungsinhaber verfügt über eine strahlenschutzrechtliche Bewilligung und hat die Verantwortung hinsichtlich Einhaltung der strahlenschutzrechtlichen Vorschriften. Beim Bewilligungsinhaber handelt es sich nicht immer um eine "natürliche Person" (z.B. Gemeinde, oder Stadt Wien)
  • Der/die Strahlenschutzbeauftragte ist eine mit der Wahrnehmung des Strahlenschutzes betraute Person und von der Bewilligungsbehörde anerkannt.
  • Ganz allgemein hat der/die Strahlenschutzbeauftragte folgende Aufgaben und Pflichten (siehe Allgemeine Strahlenschutzverordnung §15):
  • Die Festlegung von technischen und organisatorischen Strahlenschutzmaßnahmen.
  • Die Prüfung der Planung von Anlagen aus der Sicht des Strahlenschutzes
  • Erstellung von Arbeitsanweisungen im Sinne des §16 Abs.3 (Vermeidung von Gesundheitsrisiken)
  • Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzvorrichtungen und Schutzvorschriften
  • Die Unterweisung der in Strahlenbereichen tätigen Personen sowie die Führung von Aufzeichnungen über diese Unterweisungen
  • Die Unterweisung von sonstigen Personen, die Strahlenbereiche nur fallweise betreten
  • Die Obsorge für die für den Strahlenschutz bestimmten Einrichtungen, Geräte und Ausrüstungen einschl. Überprüfung ihrer Funktionstüchtigkeit und der richtigen Verwendung, (sowie der Obsorge über Eichung und Kalibrierung der Messgeräte).
  • Überwachung der Einhaltung der allgemeinen Grundsätze der Strahlenschutzes, insbesondere über die Einhaltung der Dosisgrenzwerte
  • Leitung und Beaufsichtigung der Tätigkeiten zur Gewährleistung des Strahlenschutzes beim Umgang mit ionisierenden Strahlen oder radioaktiven Stoffen
  • Unverzüglichen Meldung und Reaktion bei wesentlichen, den Strahlenschutz betreffende Vorfällen und bei Mängeln, die den Strahlenschutz beeinträchtigen.
  • Per Anordnung ist geregelt, dass dem/der Strahlenschutzbeauftragten unverzüglich wesentliche, den Strahlenschutz betreffende Vorfälle und alle Mängel, die den Strahlenschutz beeinträchtigen, mitzuteilen sind. Der/die Strahlenschutzbeauftragte muss die erforderliche Fachkunde besitzen, die durch die im jeweiligen Anwendungsbereich geeignete Ausbildung und praktische Erfahrungen erworben werden kann. Der/die Strahlenschutzbeauftragte darf bei seiner/ihrer Arbeit nicht behindert werden und wegen der Erfüllung der Strahlenschutz-Pflichten nicht benachteiligt werden.
  • Zur Erfüllung der Arbeit sind ihm/ihr Zeit und Zugang zu allen benötigten Unterlagen und Informationen zu gewähren.
  • Es besteht eine Unterrichtungspflicht gegenüber dem/der Strahlenschutzbeauftragten bei technischen und organisatorischen Maßnahmen, die seine/ihre Aufgaben und Befugnisse betreffen. Der/die Strahlenschutzbeauftragte muss an Fortbildungsmaßnahmen zum Erhalt der Kenntnisse teilnehmen. rtaustria bietet jährlich Fortbildungen für Strahlenschutzbeauftragte und weitere mit dem Strahlenschutz betraute Personen an. Die Fortbildungsverpflichtung besagt, dass innerhalb von jeweils 5 Jahren 8 Stunden eine "Aktualisierung im Strahlenschutz" wahrgenommen werden muss um die Berechtigung für die Funktion zu behalten. 

Strahlenschutzexperte/in

Radiologietechnologen/innen können eine weitere Expertenrolle einnehmen. 

Durch das Masterstudium "MedTech" an der FH Wiener Neustadt erreichen Sie erweiterte Kompetenzen im Rahmen der Dosimetrie. Dies ist ein immer wichtiger werdendes Teilgebiet der Radiologietechnologie. 

MR-Sicherheitsbeauftragte

Die allgemeine Verantwortung für die Sicherheit von MRT liegt beim Betreiber. Dieser muss sicherstellen, dass Personen, die zur/zum MR-Sicherheitsbeauftragten ernannt werden, die Kompetenz sowie die notwendigen Autorität haben, um diese Aufgabe wirksam durchzuführen.
Die Übernahme dieses Aufgabenbereiches ist für jede/n Radiologietechnologin/en grundsätzlich möglich, so die Qualifikationen für die Erfüllung dieser Aufgaben vorhanden sind bzw. durch entsprechende Fort- und Weiterbildungslehrgänge erworben worden ist.
Die näheren Inhalte im Hinblick auf die Ausbildung von MR-Sicherheitsbeauftragten sind in der OENORM S 1125-2 detailliert wiedergegeben.
Sicherheitsbeauftragter für Magnetresonanz-Tomograhiegeräte in der medizinischen Diagnostik - Teil 2: Anforderungen an die Ausbildung, 2009

Aufgaben einer/eines MR-Beauftragten im Überblick

  • Gewährleistung eines sicheren Betriebes aller MR-Scanner in der Klinik incl. Veranlassung der vorgeschriebenen Gerätewartung
  • Gewährleistung der Patientensicherheit
  • Ansprechpartner für Fragen bez. Implantate und Kennen von weiterführenden Problemlösungsstrategien
  • Gewährleistung der Mitarbeitersicherheit durch Einhaltung der aktuellen Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung
  • Überprüfen von lokalen Sicherheitseinrichtungen
  • Einweisung und Schulung von lokalem medizinischen und technischen Personal und der Feuerwehr in Sachen MR-Sicherheit
  • Definition von klinikinternen Leitlinien und Dokumentation der Maßnahmen

Gerichtsachverständige

Radiologietechnologen/-technologinnen als "Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige" 

Sachverständigenliste

Aktuell sind folgende Radiologietechnologen/-technologinnen in der Sachverständigenliste angeführt.

Wenn Sie Interesse haben sich ebenfalls als Sachverständige/r zu qualifizieren, dann melden Sie sich bitte unter: praesident@radiologietechnologen.at

Hygienekontaktperson

Hygienekontaktpersonen (HKP) sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sämtlichen Berufsgruppen und wichtige Ansprechspersonen für die Krankenhaushygiene.

Sie spielen eine bedeutende Rolle bei der Weitergabe von hygienisch relevanten Informationen an Kolleginnen und Kollegen, neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie andere im Bereich tätigen Berufsgruppen.